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SEO

Google Unternehmensprofil erstellen und optimieren: Anleitung für kleine Unternehmen

9 Min. Lesezeit

Google Unternehmensprofil erstellen, bestätigen und optimieren: Kategorien, Einzugsgebiet, Fotos, Bewertungen – damit Kunden Sie bei Google Maps finden.

Wenn jemand „Friseur in der Nähe“ oder „Elektriker Düsseldorf“ sucht, zeigt Google zuerst eine Karte mit drei Betrieben – noch vor den normalen Suchergebnissen. Wer dort steht, bekommt die meisten Anrufe. Die Grundlage dafür ist das Google Unternehmensprofil (früher „Google My Business“). Es ist kostenlos, in einer Stunde eingerichtet – und bei vielen kleinen Betrieben unvollständig. Diese Anleitung zeigt, wie Sie es richtig aufsetzen.

Wer ein Unternehmensprofil anlegen darf

Google erlaubt ein Profil für Unternehmen, die persönlich Kontakt mit Kunden haben: entweder an einer Adresse, an der Kunden vorbeikommen (Laden, Praxis, Restaurant), oder indem Sie zu Ihren Kunden fahren (Handwerker, mobile Dienstleister). Reine Online-Unternehmen ohne persönlichen Kundenkontakt sind laut Google-Richtlinien nicht vorgesehen.

Schritt für Schritt: Profil erstellen

  1. Öffnen Sie business.google.com und melden Sie sich mit einem Google-Konto an – am besten mit einem Konto des Unternehmens, nicht mit einem privaten.
  2. Geben Sie den Namen Ihres Unternehmens so ein, wie er im Alltag und auf Ihrem Schild steht. Keine Zusätze wie „Bester Friseur Düsseldorf“ – das verstößt gegen die Richtlinien und kann zur Sperrung führen.
  3. Wählen Sie die Hauptkategorie, die Ihr Geschäft am genauesten beschreibt (z. B. „Friseursalon“, „Elektriker“, „Zahnarzt“). Sie ist der wichtigste Einzelfaktor dafür, bei welchen Suchen Sie erscheinen.
  4. Geben Sie an, ob Kunden Sie an einer Adresse besuchen können. Wenn Sie nur zu Kunden fahren, blenden Sie die Adresse aus und legen stattdessen ein Einzugsgebiet fest.
  5. Ergänzen Sie Telefonnummer und Website.
  6. Schließen Sie die Bestätigung ab. Google entscheidet, welche Methode angeboten wird – häufig ein kurzes Video, in dem Sie Geschäft, Fahrzeug oder Werkzeug und einen Nachweis zeigen, manchmal Telefon, E-Mail oder Postkarte.

Die wichtigsten Einstellungen für mehr Sichtbarkeit

1. Kategorien: eine Haupt-, wenige Zusatzkategorien

Neben der Hauptkategorie können Sie weitere Kategorien wählen. Nehmen Sie nur die, die wirklich einen wichtigen Teil Ihres Geschäfts beschreiben. Zu viele passende-aber-unwichtige Kategorien verwässern Ihr Profil eher, als dass sie helfen.

2. Einzugsgebiet realistisch wählen

Für Betriebe, die zu Kunden fahren, ist das Einzugsgebiet entscheidend. Tragen Sie die Städte und Stadtteile ein, in denen Sie tatsächlich arbeiten – nicht „ganz Deutschland“. Ein zu großes Gebiet verschiebt den Schwerpunkt Ihres Profils und schwächt Sie genau dort, wo Ihre Kunden sitzen.

3. Öffnungszeiten – auch an Feiertagen

Pflegen Sie reguläre und besondere Öffnungszeiten, etwa an Feiertagen oder im Urlaub. Nichts verärgert Kunden mehr als eine verschlossene Tür, obwohl Google „geöffnet“ anzeigt.

4. Leistungen und Produkte mit Beschreibung

Legen Sie Ihre wichtigsten Leistungen einzeln an, gern mit Preis oder „ab“-Preis und einer kurzen Beschreibung. Das hilft Google zu verstehen, wofür Sie relevant sind – und Kunden, ob Sie das Richtige anbieten.

5. Echte Fotos statt Stockbilder

Laden Sie Fotos von Ihrem Geschäft, Ihrem Team und Ihrer Arbeit hoch – innen, außen, Vorher-Nachher. Echte Fotos schaffen Vertrauen. Ergänzen Sie regelmäßig neue Bilder, zum Beispiel einmal im Monat.

6. Beschreibung: wer, was, wo

In der Unternehmensbeschreibung erklären Sie in wenigen Sätzen, was Sie anbieten, für wen und wo. Schreiben Sie für Menschen, nicht für Suchmaschinen – und ohne Links oder Werbeversprechen.

7. Beiträge für Neuigkeiten und Angebote

Mit Beiträgen zeigen Sie Neuigkeiten, Aktionen oder Termine direkt im Profil. Ein Beitrag alle zwei bis vier Wochen zeigt Kunden, dass Ihr Betrieb aktiv ist.

Bewertungen: ehrlich sammeln, immer antworten

Bewertungen sind für viele Kunden der wichtigste Grund, sich für einen Betrieb zu entscheiden. So sammeln Sie sie richtig:

  • Fragen Sie jeden zufriedenen Kunden – direkt nach dem Auftrag, mit dem kurzen Bewertungslink aus Ihrem Profil (per WhatsApp, E-Mail oder als QR-Code an der Kasse; einen QR-Code erstellen Sie mit unserem kostenlosen QR-Code-Generator).
  • Keine Gegenleistung: Rabatte oder Geschenke für Bewertungen verstoßen gegen die Google-Richtlinien und können nach deutschem Wettbewerbsrecht (UWG) abgemahnt werden. Gekaufte oder selbst geschriebene Bewertungen sind tabu.
  • Nicht nur zufriedene Kunden fragen: Wer gezielt nur die Begeisterten anspricht, betreibt „Review Gating“ – auch das widerspricht den Richtlinien.
  • Auf jede Bewertung antworten – auf positive kurz und persönlich, auf negative sachlich, ohne Kundendaten preiszugeben, mit einem Angebot zur Klärung.

Profil und Website gehören zusammen

Google bewertet lokale Ergebnisse nach drei Faktoren: Relevanz (passt Ihr Angebot zur Suche?), Entfernung (wie nah sind Sie am Suchenden?) und Bekanntheit (wie bekannt und gut bewertet ist Ihr Betrieb – online wie offline). Ihre Website zahlt auf Relevanz und Bekanntheit ein:

  • Name, Adresse und Telefonnummer müssen auf Website, Profil und in Branchenverzeichnissen exakt gleich geschrieben sein.
  • Jede wichtige Leistung braucht eine eigene, gut erklärte Seite auf Ihrer Website.
  • Verlinken Sie im Profil die passende Seite – etwa die Startseite oder eine Seite für Ihren Standort.
  • Strukturierte Daten (LocalBusiness) helfen Google, Ihren Betrieb eindeutig zuzuordnen.

Seit Google die frühere Frage-und-Antwort-Funktion im Profil eingestellt hat, beantworten KI-Funktionen in Google Maps Fragen von Kunden zunehmend selbst – auf Grundlage Ihres Profils, Ihrer Bewertungen und Ihrer Website. Je vollständiger und klarer diese Informationen sind, desto besser die Antworten über Ihren Betrieb.

Häufige Fehler, die Sichtbarkeit kosten

  • Suchbegriffe im Firmennamen („Malerbetrieb Müller – Maler Düsseldorf günstig“)
  • Einzugsgebiet „Deutschland“ statt der echten Städte
  • Falsche oder veraltete Öffnungszeiten
  • Keine Fotos oder nur Logo und Stockbilder
  • Unbeantwortete Bewertungen – vor allem negative
  • Unterschiedliche Schreibweisen von Adresse oder Telefonnummer im Netz
  • Ein Link auf eine Website, die auf dem Handy schlecht funktioniert

Keine Zeit? Wir richten es für Sie ein

Wenn Sie sich nicht selbst darum kümmern möchten, richten wir Ihr Unternehmensprofil ein oder bringen ein bestehendes Profil auf Vordermann – zusammen mit einer schnellen, mobilen Website, die zu Ihrem Profil passt. Mehr dazu auf unserer Seite Google-Unternehmensprofil einrichten lassen.

Häufige Fragen zum Thema

Was kostet ein Google Unternehmensprofil?
Das Profil selbst ist kostenlos. Kosten entstehen nur, wenn Sie Google-Werbung schalten oder jemanden mit der Einrichtung und Pflege beauftragen.
Wie lange dauert die Bestätigung?
Das hängt von der Methode ab, die Google anbietet. Eine Videobestätigung ist oft in wenigen Tagen geprüft, eine Postkarte kann länger dauern. Manche Profile werden nach der Bestätigung noch einmal überprüft.
Muss ich meine Privatadresse angeben, wenn ich von zu Hause arbeite?
Für die Bestätigung braucht Google eine Adresse. Wenn Kunden Sie dort nicht besuchen, können Sie die Adresse im Profil ausblenden und stattdessen ein Einzugsgebiet angeben.
Wie bekomme ich mehr Google-Bewertungen?
Fragen Sie jeden Kunden direkt nach dem Auftrag und machen Sie es ihm leicht – mit dem Bewertungslink aus Ihrem Profil, per WhatsApp oder QR-Code. Bieten Sie keine Gegenleistung an und kaufen Sie keine Bewertungen.
Warum werde ich bei Google Maps nicht angezeigt?
Häufige Gründe sind eine unpassende Hauptkategorie, ein zu großes Einzugsgebiet, fehlende Bestätigung, wenige Bewertungen oder die Entfernung zum Suchenden. Prüfen Sie zuerst Kategorie und Einzugsgebiet.
Kann ich mehrere Standorte verwalten?
Ja. Für jeden Standort mit eigenem Kundenkontakt legen Sie ein eigenes Profil an. Mehrere Profile lassen sich in einer Unternehmensgruppe gemeinsam verwalten.

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