Website kostenlos erstellen: Was wirklich geht – und wann sich ein Profi lohnt
Website kostenlos erstellen: Was Gratis-Baukästen bieten, was sie Unternehmen kosten, welche Pflichten trotzdem gelten – und wann sich ein Profi lohnt.
Kurz gesagt: Ja, eine Website lässt sich kostenlos erstellen – mit dem Gratis-Tarif eines Baukastens oder mit Google Sites. Für ein Hobby oder einen ersten Test reicht das. Ein Unternehmen, das über Google neue Kunden gewinnen will, stößt damit aber schnell an Grenzen: keine eigene Domain, fremde Werbung, wenig Kontrolle. Und Pflichten wie Impressum und Datenschutzerklärung gelten auch für die kostenlose Seite.
Diese Wege gibt es
1. Gratis-Tarif eines Website-Baukastens
Anbieter wie Wix, Jimdo oder WordPress.com haben kostenlose Einstiegstarife. Sie klicken Ihre Seite aus Vorlagen zusammen, ohne zu programmieren. Der Haken: Die Seite läuft in der Regel unter einer Adresse des Anbieters statt unter Ihrer eigenen Domain, und der Anbieter blendet sein Logo oder Werbung ein. Die eigene Domain und das Entfernen der Werbung gibt es meist nur im bezahlten Tarif.
2. Google Sites
Google Sites ist kostenlos und werbefrei, aber sehr einfach gehalten – gedacht eher für Projekt- und Infoseiten als für den Auftritt eines Unternehmens. Gestaltung, Formulare und Suchmaschinen-Einstellungen sind stark eingeschränkt.
3. WordPress selbst installieren
Die Software WordPress ist kostenlos. Für eine eigene Website brauchen Sie aber Hosting und eine Domain, und Sie kümmern sich selbst um Updates, Sicherheit, Backups und Plugins. „Kostenlos“ ist hier nur die Software – nicht der Betrieb.
4. Nur Google-Profil und Social Media
Manche Betriebe verzichten ganz auf eine Website und setzen nur auf ihr Google Unternehmensprofil, Instagram oder Facebook. Das ist ein guter Anfang – ein gepflegtes Unternehmensprofil bringt oft mehr Anrufe als eine schlechte Website. Aber Sie bauen auf fremdem Grund: Wenn die Plattform ihre Regeln ändert, haben Sie nichts in der Hand. Google hat zum Beispiel 2024 die kostenlosen Websites abgeschaltet, die Unternehmen direkt aus ihrem Profil heraus erstellen konnten.
Was „kostenlos“ ein Unternehmen kostet
- Keine eigene Domain: Eine Adresse wie ihrname.anbieter.com wirkt auf Kunden wenig professionell, und eine passende E-Mail-Adresse ([email protected]) fehlt.
- Fremde Werbung: Logo oder Werbebanner des Anbieters auf Ihrer Seite – im schlimmsten Fall Werbung, die Sie nicht aussuchen.
- Begrenzte Funktionen: Speicher, Seitenzahl, Formulare, Terminbuchung oder Shop sind im Gratis-Tarif oft eingeschränkt.
- Ihre Zeit: Texte, Bilder, Aufbau, Rechtstexte, Pflege – was Sie nicht bezahlen, erledigen Sie selbst.
- Abhängigkeit: Ein Umzug zu einem anderen Anbieter heißt meist: neu bauen. Inhalte und Design lassen sich selten mitnehmen.
Diese Pflichten gelten auch für die Gratis-Seite
Ob kostenlos oder nicht: Wer eine Website geschäftlich betreibt, braucht ein Impressum nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz und eine Datenschutzerklärung nach DSGVO. Setzt die Seite Cookies oder bindet Dienste ein, die nicht unbedingt nötig sind, brauchen Sie dafür in der Regel eine Einwilligung. Gerade Gratis-Tarife binden oft Dienste des Anbieters ein, auf die Sie wenig Einfluss haben – prüfen Sie das genau, bevor Sie die Seite für Ihr Geschäft nutzen.
Wann reicht eine kostenlose Website?
- für ein privates Projekt, einen Verein oder ein Hobby
- um eine Geschäftsidee zu testen, bevor Sie Geld investieren
- als Übergang, bis die richtige Website fertig ist
Wann lohnt sich ein Profi?
- Sie wollen, dass neue Kunden Sie bei Google finden – mit Ihrem Ort und Ihrer Leistung.
- Kunden sollen direkt anfragen, anrufen oder online einen Termin buchen.
- Ihre Branche lebt von Vertrauen: Praxis, Kanzlei, Handwerk, Gastronomie.
- Sie haben keine Zeit, sich selbst um Technik, Updates und Rechtstexte zu kümmern.
Der Mittelweg ist ein bezahlter Baukasten-Tarif mit eigener Domain: günstiger als ein Profi, aber Sie bauen und pflegen selbst. Für viele Selbstständige ist das ein guter Start – wenn Sie die Zeit haben.
Was kostet eine professionelle Website?
Bei Rhein Code beginnt eine kleine Unternehmenswebsite mit 1–3 Seiten bei 499 € netto als Festpreis; mit 5–10 Seiten ab 999 €. Was Ihre Website ungefähr kosten würde, sehen Sie in 30 Sekunden mit unserem Website-Kostenrechner. Einen ausführlichen Überblick über Preise am Markt gibt unser Beitrag Was kostet eine Website 2026?
Checkliste für jede Unternehmenswebsite
- eigene Domain und passende E-Mail-Adresse
- funktioniert auf dem Handy – dort suchen die meisten Kunden
- auf jeder Seite klar: Was bieten Sie an, wo, und wie erreicht man Sie?
- Telefonnummer zum Antippen, Kontaktformular oder WhatsApp
- Impressum und Datenschutzerklärung, Cookie-Hinweis falls nötig
- dieselbe Adresse und Telefonnummer wie im Google Unternehmensprofil
- regelmäßige Updates und Backups – selbst oder per Wartungsvertrag
Häufige Fragen zum Thema
Kann ich eine Website wirklich kostenlos erstellen?
Darf ich eine kostenlose Website geschäftlich nutzen?
Brauche ich bei einer kostenlosen Website ein Impressum?
Was kostet eine eigene Domain?
Kann ich später von einem Baukasten zu einer eigenen Website wechseln?
Wie viel kostet eine professionelle Website?
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